Sowohl die Platten als auch die Folien können die Performance beeinflussen (Reiter 2008).
Weiße PCR-Platten (z.B. unsere primaPLATE SL-PP384-LC oder 4ti-0951) haben eine geringere Lichtstreuung und damit eine etwas höhere Signalstärke als transparente Mikrotiterplatten. Sobald man sich im Grenzbereich bewegt (sehr schwach exprimiertes Target/ wenig Probenmaterial), sollte man daher weiße Platten bevorzugen.

Auch die verwendete Folie hat einen großen Einfluss auf die Gesamtperformance des Assays. Hier ist unbedingt darauf zu achten, optisch klare Folien zu verwenden. “Normale” PCR Folien sind nicht zu empfehlen, da Klebstoffreste und Transparenzunterschiede im Material zu Inhomogenität beim Auslesen führen.  QPCR Folien gibt es in mehreren Ausführungen – es wird zwischen drucksensitiven Folien, stark klebenden Folien und Heat-sealing Folien unterschieden.
Drucksensitive Folien (z.B. primaSEAL qPCR-2) werden durch starken Druck auf die Mikrotiterplatte geklebt, wohingegen stark klebende Folien (z.B. primaSEAL qPCR-1) sofort und ohne größeren Anpressdruck die Platte sicher verschließen. Folien, die über Hitze auf die Platte aufgebracht werden, bieten zwar die größte Dichtigkeit, man benötigt aber einen separaten Heat-Sealer. Da die Seals aber günstiger sind als Klebefolien, amortisiert sich dieser bei größerem Durchsatz schnell.

Reiter, M., & Pfaffl, M. W. (2008). Effects of Plate Position, Plate Type and Sealing Systems on Real-Time PCR Results. Biotechnology & Biotechnological Equipment, 22(3), 824–828. https://doi.org/10.1080/13102818.2008.10817561